Rebsorten
77% Garnacha, 20% Syrah, 3% Cabernet Sauvignon, 14 Monate in französischer Eiche ausgebaut.
Alkoholgehalt: 15,0 Vol.%
Verkostungsnotiz
Im Glas zeigt der Laurel 2022 ein klares, tiefes Kirschrot mit leicht violettem Saum und dichter Kirchenfensterbildung. In der Nase öffnet er sich zunächst mit saftiger, dunkler Kirschfrucht und reifen roten Beeren. Mit etwas Luft kommen Noten von Schwarze Johannisbeere, getrockneten Kräutern aus der mediterranen Macchia, etwas Lakritz und ein Hauch Veilchen hinzu. Dezent treten Anklänge von Kakao, Espresso und einem Hauch Rauch auf, die eher als Hintergrundrauschen agieren und keinen Holzeindruck in den Vordergrund schieben. Eine feine, steinig-schieferige Note erinnert klar an die Llicorella-Böden des Priorat. Am Gaumen präsentiert sich der Laurel 2022 kraftvoll, aber nicht opulent. Die Frucht wirkt kühl und präzise, die Textur ist seidig und fließt sehr harmonisch über den Gaumen. Die Tannine sind präsent, aber sehr fein geschliffen und geben dem Wein Struktur, ohne ihn kantig wirken zu lassen. Die Säure ist mittelhoch, sorgt für Frische und balanciert den Alkohol sehr gut, sodass der Wein trotz seiner Dichte eine bemerkenswerte Trinkigkeit besitzt. Im Verlauf zeigen sich neben der dunklen Frucht wieder Kräuter, etwas Graphit, ein Hauch schwarzer Pfeffer und eine leicht salzige, mineralische Spur. Der Nachhall ist lang, klar konturiert und bleibt mit Kirschfrucht, Kräuterwürze und Schiefer-Noten noch lange präsent.
Bewertungen
95
95 Punkte Robert Parker
Wine Advocate Mai 2025: "The 2022 Laurel has the grapes from the younger vines but still not the ones from Manyetes that will contribute to this wine in 2023 for the first time. This is quite aromatic, young tender and peachy, attractive. She finds this to be a classical vintage, balanced and ripe without excess, and the tannins are polished and elegant. In 2022, they used a little less Cabernet, so the wine is mostly Garnacha, with almost 20% Syrah and perhaps 3% Cabernet Sauvignon. It matured mostly in concrete, oak vats and some 30 barrels, but some 20% of the volume matured in amphorae. She's not crazy about amphorae; she finds that they close the wines. It's medium-bodied, has a fine texture and feels elegant and light with a lot of finesse. She doesn't want too long macerations with the grapes from the younger vines, but it has clout. It comes in at 15% alcohol, has very fine tannins and comes through as balanced and civilized, quite approachable already with mellow acidity. She's very careful that the tannins don't have too much astringency."