Klimawandel und Weinbau in Spanien

Klimawandel und die Rioja Immer wieder schwebt das Wort Klimawandel durch die Medien. Wild wird darüber diskutiert was der Mensch daran für einen Anteil hat und wie man die Veränderungen abwenden könnte. Jeder von uns hat die Wetterschwankungen und nicht zu Letzt die vielen Unwetter bemerkt, die in den letzten Jahren über Deutschland eingefallen sind und so mancherorts ein Bild der Verwüstung hinterlassen haben.

Auch der Weinbau in Spanien hat bereits erste Veränderungen bemerkt. Zu aller Erst bedeutet das für Spanien noch mehr Sonne und höhere Temperaturen. Flüchtig betrachtet ist dies per se noch nicht schlimm und für den einen oder anderen Winzer sogar ein Segen. Aber mit dieser zunehmenden Veränderung verändern sich auch die Trauben. So ist die Zuckerproduktion in den Trauben beschleunigt und die Gerbstoffe reifen nicht mit der selben Geschwindigkeit. Das bedeutet, dass der Zuckergehalt bereits sein Optimum erreicht hat, während die Häute der Trauben noch grün sind. Der Wein aus diesen Trauben ist meist alkoholreich, besitzt aber wenig Struktur, Volumen und ist vom gesamten Auftritt als eher dünn zu bezeichnen.

In Spanien wird das Problem bereits heiß diskutiert und Lösungsvorschläge mit vielen Winzern gemeinsam erarbeitet. So wird mancherorts bereits bewässert oder man experimentiert mit verschiedenen Rebsorten. Glücklicherweise ist die Garnacha eine sehr genügsame Rebe, die gut mit den Veränderungen zu Recht kommen wird. Ein weiterer Ansatzpunkt ist, der Blattschnitt. Die Weinstöcke müssen anders ausgeschnitten werden, so dass durch gezieltes „Blattmanagement“ die Pflanze weniger Wasser benötigt und die Trauben vor zu viel Sonneneinstrahlung geschützt wird. Zu guter Letzt kann man in vielen Weinregionen in höher gelegene Lagen ausweisen.

Zwar sind die Auswirkungen des Klimawandels in den einzelnen Regionen Spaniens unterschiedlich stark ausgeprägt, aber man hat insgesamt die Zeichen der Zeit erkannt und hat mit dem Gegensteuern begonnen. Aktuell kann man also Entwarnung geben – wir werden also weiterhin Spitzenweine aus Spanien genießen können.

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