Wein und seine Aromen

Einer der sensibelsten Sinne versteckt sich in unserer Nase. Auch wenn es unglaublich erscheinen mag, unser Geruchsinn ist weitaus sensibler als unser Tast- oder Hörsinn. Allerdings lassen die meisten von uns ihren Geruchsinn verkümmern. Während wir als Säugling noch bis zu 10000 Aromen erfassen konnten, sind es bei Erwachsenen nur noch ca. 100. Allerdings kannten wir als Säugling noch keine Namen für die vielen Aromen, was allerdings oft auch für die meisten Erwachsenen gilt. Fast jeder hat schon einmal einen Geruch in der Nase gehabt und erkannt, nur der Name ist uns nicht eingefallen. Dass ein Erwachsener etwa 100 Aromen erkennen kann, heißt also noch nicht, dass er diese auch benennen kann. Hierfür benötigt man etwas Training. Dann ist es sogar möglich, die Anzahl der erkannten und benannten Aromen zu erhöhen. Das geht hin bis zu 1000 Aromen bei Parfümeuren.

Woran liegt nun die Diskrepanz an Aroma erkennen und den Namen dazu zu finden. Ganz bewußt ist in diesem Zusammenhang der Begriff „finden“ gewählt. Im Laufe unseres Lebens räumen wir unser „Aromazimmer“ immer wieder auf. Entdeckt unser Sensor ein Aroma sucht er nach dem Begriff dafür und findet diesen nicht mehr. Aus diesem Grund läßt sich unser „Aromagedächtnis“ trainieren. Für Weinliebhaber kann dies eine Menge Spaß bedeuten, schließlich wurden im Wein bis dato über 800 Aromen identifiziert. Wein stellt damit unter den Getränken den Aromameister und kann sich mit seiner Aromenfülle auch unter Speisen sehr gut behaupten.

Aromen aus Früchten, Gewürzen, Gemüse, Blumen und anderen Pflanzen lassen sich im Wein finden, darüber hinaus noch von Tabak, Rauch und Mineralien. Für jedes Aroma ist im Wein eine Vielfalt chemischer Moleküle verantwortlich. Viele Aromen stammen aus den Weintrauben, aber auch bei der Fermentation oder der Reifung des Weine in Faß und Flasche steuern einen Teil der Aromatik bei.

Aber was ist wenn wir die Nase in den Wein stecken? Erkennen wir all diese Aromen? Können wir bereits zwischen einem Weißwein und einem Rotwein unterscheiden?

Die Antwort ist JA. Ja, wir erkennen die Aromen. Nur können wir in den meisten Fällen die Namen dazu nicht abrufen. Sinnbildlich gesprochen haben wir das Aroma in einen Schrank mit vielen, sehr vielen Schubladen aufgeräumt und wissen jetzt nicht mehr in welcher Schublade zum Beispiel die schwarzen Johannisbeeren oder die Mango liegt. Dabei erkennen wir leichter die Aromen mit denen wir mindestens einmal im Monat in Berührung kommen schnell wieder. Ein geübter Weinkenner ruft lediglich leichter seine „Aromadatenbank“ ab. Jeder kann seine Datenbank im täglichen Leben auf den neusten Stand halten, indem er ganz bewusst an Obst, Gemüse, Pflanzen usw. riecht.

Wem dies nicht genug ist, dem bieten wir ein ausführliches Aromaseminar an. Hierbei lernen Sie mehr über Ihre Sinne, Ihre Empfindungen und die Sensibilität Ihres Geruchs- und Geschmacksinns. Spielerisch üben Sie Ihrem Geschmack zu vertrauen und lernen spielend mehr über Wein und seinen Genuss. Mit dem Aromaseminar sensibilisieren Sie sich und Ihre Sinne für noch mehr Weingenuss. Am besten Sie fragen gleich nach, wann wir das nächste Seminar veranstalten oder wir gestallten mit Ihnen eine individuelle Weinprobe: wein@inbarrique.de

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