Weinlagerung - eine Wissenschaft oder kinderleicht?

Viele Weine bieten erst nach angemessener „Kellerreife“ das optimalen Trinkvergnügen. Doch ist es äußerst schwer, den Wein mit der optimalen Trinkreife im Handel zu bekommen. Mal abgesehen, dass der Wein mit zunehmender Reife meist auch zunehmend teurer wird. Die Lösung heißt hier den Wein jung kaufen und im eigenen Keller reifen lassen. Nur wie schafft man optimale Lagerbedingungen für die edlen Tropfen. Soviel vorweg, im Prinzip kann man nicht sehr viel falsch machen.

Zunächst muß die Frage geklärt werden, ob der Wein stehend oder liegend gelagert werden darf. War vor einigen Jahren diese Frage noch mit „liegend natürlich“ zu beantworten, muß man heute korrekterweise die Gegenfrage stellen. Naturkork oder alternativer Verschluß. Bei Naturkork gilt nach wie vor die Devise die Weinflasche muß liegen, damit der Kork nicht austrocknet. Die Weine mit alternativen Verschlüssen wie Kunstoffkork, Schraubverschluß oder Glasschliffpfropfen können dagegen auch stehend gelagert werden.

Damit kommen wir zu den Punkten Ruhe, Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

Ruhe: Ruhe für den Wein schaffen ist mit Abstand der einfachste Punkt bei der Weinlagerung. Nachdem man die Frage liegend oder stehend lagerfähig beantwortet hat, sucht man einen ruhigen Platz im Keller und stapelt die Weinflaschen je nach Platzangebot. Im Handel sind diverse Weinregale aus verschiedensten Materialien zu bekommen. Kleiner Tip im Weinzubehörhandel gibt kleine Kärtchen oder Täfelchen, die beschriftet an den Flaschenhals gebunden werden können. So findet man den gewünschten Tropfen bei Bedarf spielend leicht.

Licht: Komplett ist direkte Sonneneinstrahlung auszuschließen. Am besten werden Weine dunkel gelagert. Das Licht von Neonlampen soll auch einen negativen Einfluss haben. Deshalb wäre am besten die gute alte Glühbirne oder das neuere LED Licht. Natürlich sind Kerzen romantischer und sind deshalb perfekt.

Temperatur: Das wichtigste ist die Vermeidung von großen und schnellen Temperaturschwankungen, da dies den Wein stresst. Generell kann man sagen höhere Lagertemperatur bedeutet etwas schnellere Reifung und umgekehrt. Die optimale Lagertemperatur ist in der Fachwelt umstritten. Ein Temperaturbereich von 10-16 Grad sollte optimal sein. Dabei sollte die jahreszeitbedingte Temperaturschwankung nicht über 2 Grad Celsius liegen.

Luftfeuchtigkeit: Wie schon bei der Frage nach der stehenden oder liegenden Lagerung spielt die Luftfeuchtigkeit nur bei Weinen mit Naturkorkverschluß einen Rolle. Alle anderen Verschlußarten sind nicht von der Luftfeuchtigkeit abhängig. Damit der Naturkork nicht austrocknet darf die Luftfeuchtigkeit nicht zu niedrig sein. Andererseits um Schimmelbildung zu vermeiden darf diese nicht zu hoch sein. Mit einer Luftfeuchtigkeit um 70% liegt man im Optimum.

Sollten Sie der glückliche Besitzer eines Kellers mit den oben beschrieben Eigenschaften sein, können Sie bedenkenlos Ihren Wein lagern. Jedoch dürften die meisten nicht über einen solchen verfügen. Hier schaffen Weinklimaschränke Abhilfe. Diese gibt es in jeder erdenklichen Größe, Ausführung und Preisklasse. Wein zu lagern ists also kinderleicht und damit steht dem Genuß gereifter Weine nichts im Wege.

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